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Alte Muster loslassen – Ein Traum über den Mut, neue Wege zu gehen

  • Autorenbild: Sabine Fischer
    Sabine Fischer
  • 28. März
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Apr.

Diesen Traum hatte ich vor vielen Jahren. Es ist einer von jenen, die mir immer wieder in Erinnerung kommen und mir Klarheit bringen.


Es geht um das Erkennen und Loslassen innerer Blockaden und Muster - und ums Weitergehen in eine neue innere Freiheit.


Der Traum


Einst habe ich als Museumsführerin in einer Burg gearbeitet. Meine Kollegen und ich hatten damals eine fantastische Zeit miteinander gehabt.


Dem Burgherren war dies ein Dorn im Auge. Er traute seinen Mitarbeitern nicht und hatte stets versucht, einen Keil zwischen uns zu treiben.


Inzwischen ist keiner von uns Kollegen mehr dort. Unsere eingeschworene Gemeinschaft war damals zerfallen und hatte sich in alle Winde zerstreut.


Trotz der furchtbaren Verhältnisse auf der Burg hängt unser aller Herz immer noch an diesem alten Gemäuer und keiner von uns hatte bis jetzt so richtig loslassen können.


Nun haben wir uns verabredet, um noch einmal gemeinsam die Burg zu besuchen.


Wir ahnen, dass es unser letzter Gang dorthin sein würde. Es fühlt sich schwer an, aber uns ist bewusst, dass es notwendig ist.


Es soll unser endgültiger Abschied von der Vergangenheit und diesem Zeitzeugen der Jahrhunderte werden.


In unmittelbarer Nähe der Burg befindet sich ein Barockschloss. Obwohl man die beiden Bauten kaum miteinander vergleichen kann, sah sich der Burgherr stets in Konkurrenz zu diesem Schloss.


Für uns Mitarbeiter der Burg war das Neue Schloss tabu. Es galt als verwerflich, darüber zu reden und es gar zu besichtigen, wäre als Verrat am Burgherren gewertet worden.


Als wir nun auf dem Rückweg von unserem Burgbesuch am Schloss vorbeikommen, schlägt mein Kollege vor, hier doch auch nochmal kurz reinzuschauen. Dabei blitzt der Schalk aus seinen Augen.


Er liebte es von jeher, auf seine stille und leise Art an Tabus zu rühren und genau das ist es, was ich immer schon an ihm mochte.


Nach einem kurzen Schreck denke ich mir, warum nicht? Es wäre ein rundes Ende und ich könnte endlich für immer mit diesem dunklen Kapitel in meinem Leben abschließen.


Gleichzeitig beschleicht mich ein ganz unangenehmes Gefühl - das Gefühl des Verbotenen. Ist es zu fassen?


Obwohl ich längst nicht mehr bei der Burg angestellt bin, komme ich mir trotzdem immer noch vor wie eine Verräterin bei dem Gedanken, das Schloss zu besichtigen.


Kaum zu glauben, wie nachhaltig mein damaliger Chef sich bei mir eingebrannt hat. Obwohl es völlig unsinnig war, hatte ich es damals mitgemacht - aus Angst vor negativen Konsequenzen.


Ich bemerke, dass selbst mein unkonventioneller Kollege sich bei dem Gedanken an einen Besuch des Schlosses verwegen vorkommt, aber genau das macht den Reiz für ihn aus.


Mit dem Reiz des Verbotenen geht ein Kribbeln einher, das plötzlich auch mich ergreift und auf einmal fühle ich mich auf eine ganz ungewohnte Weise wie neu und richtig lebendig. Ich spüre eine freudige Erregung in mir erwachen.


Meine Abenteuerlust ist geweckt. Ich würde mich auf dieses Wagnis einlassen und meine unangenehmen Gefühle einfach mitnehmen.


Forsetzung folgt ...



Ein Ort, der mehr war als nur ein Arbeitsplatz


Vor einigen Jahren habe ich tatsächlich für drei Saisons als Museumsführerin auf einer Burg gearbeitet. Eine Zeit, die noch lange tief in mir nachgewirkt hat.


Was nach außen wie ein historischer Arbeitsplatz wirkt, war für mich innerlich eine intensive Erfahrung von Kontrolle, Anpassung und gleichzeitig tiefer menschlicher Verbundenheit.


Der damalige Burgherr führte die Burg mit einem starken Bedürfnis nach Kontrolle. Überwachungskameras waren allgegenwärtig, und die Atmosphäre unter den Mitarbeitern war geprägt von Anspannung und Vorsicht.


Und doch entstand genau in diesem Umfeld etwas Kraftvolles: Ein echtes Miteinander. Ein Zusammenhalt, der stärker war als die Angst.



Angst oder Freiheit – Warum wir oft bleiben, obwohl wir gehen möchten


Ich habe mich damals oft gefragt: Warum gehe ich nicht einfach?


Die Antwort ist einfach und gleichzeitig so menschlich wie ehrlich: Aus Angst vor dem Verlust von Sicherheit.


Diese Erfahrung hat mir später gezeigt, wie tief wir oft in alten Mustern verankert sind. Wie wir uns an Strukturen binden, die uns nicht guttun – nicht, weil wir es wollen, sondern weil sie uns vertraut sind.



Das alte und das neue Schloss – Zwei Welten in uns


Die Burg wird auch „Altes Schloss“ genannt. Nur wenige Schritte entfernt liegt das barocke „Neue Schloss“.

Zwei Orte – zwei Energien.


Das alte Schloss steht für: Vergangenheit, Schwere, Kontrolle, Unbewusstheit, alte Strukturen


Das neue Schloss hingegen symbolisiert: Bewusstsein, Leichtigkeit, Öffnung, Entwicklung, Licht


Diese beiden Orte sind mehr als nur Gebäude. Sie sind Spiegel meiner inneren Welt.



Der Traum als Botschaft der Seele


In meinem Traum kehre ich gemeinsam mit meinen ehemaligen Kollegen noch einmal zur Burg zurück. Es ist ein bewusster Abschied. Ein Loslassen. Ein Anerkennen dessen, was war.


Auf dem Rückweg kommen wir am neuen Schloss vorbei – ein Ort, der früher für uns tabu gewesen war. Schon der Gedanke, ihn zu betreten, fühlte sich einst wie Verrat an.


Nun stehe ich wieder dort, zwischen zwei Welten, zwischen alter Prägung und neuer Freiheit.



Der innere Rebell – Deine Wahrheit will gelebt werden


Mein Kollege verkörpert den Teil in mir, der sich nicht länger anpassen möchte. Den Teil, der spürt, dass Wahrheit wichtiger ist als Angst. Den Teil, der bereit ist, neue Wege zu gehen.


Diesen Anteil tragen wir alle in uns. Oft ist er leise, oft wurde er lange unterdrückt. Doch irgendwann beginnt er, sich bemerkbar zu machen.



Wenn das Verbotene plötzlich lebendig macht


Was mich in diesem Traum besonders berührt, ist das Gefühl, das plötzlich in mir aufsteigt: Ein Kribbeln, eine ganz neue Lebendigkeit, eine tiefe innere Aufregung.


Das, was einst verboten war, fühlt sich auf einmal richtig an und genau darin liegt eine wichtige Erkenntnis:


Nicht alles, was sich „falsch“ anfühlt, ist es wirklich. Manchmal ist es nur das Alte in uns, das uns zurückhalten möchte.



Alte Muster erkennen und bewusst loslassen


Im Leben kommen wir immer wieder an Punkte, an denen wir eingeladen sind, hinzuschauen:


Wo halte ich noch fest?

Wo folge ich noch alten Ängsten?

Wo lebe ich nicht meine Wahrheit?


Alte innere „Verträge“, die wir aus Angst oder Anpassung geschlossen haben, dürfen sich jetzt zeigen – und gehen. Nicht im Kampf, sondern im Bewusstsein.



Der Weg zurück zu dir selbst


Das alte Schloss wird immer ein Teil meiner Geschichte sein. Doch ich entscheide heute bewusst, wo ich meinen Platz einnehme.


Im Alten – oder im Neuen.

In der Angst – oder im Vertrauen.

In der Enge – oder im Licht.


Vielleicht spürst auch du diesen Ruf in dir. Dieses leise Wissen, dass es Zeit ist, weiterzugehen. Dann vertraue ihm.


Der Weg zurück zu dir selbst beginnt genau in dem Moment, in dem du dir erlaubst, das Alte loszulassen.


Und dem Licht in dir zu folgen.


Du spürst, dass es Zeit ist für Veränderung?


Ich begleite dich mit Energiearbeit und Bachblüten auf deinem Weg zu mehr innerem Frieden, Klarheit und spiritueller Entwicklung.

 
 
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