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Stern in der Finsternis

  • Autorenbild: Sabine Fischer
    Sabine Fischer
  • 12. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Juni

"Und das Licht scheint in der Finsternis

und die Finsternis hat's nicht begriffen."

Johannes 1:5


Dunkelheit herrscht auf der Erde und die Menschheit schläft tief und fest.


Gelegentlich wacht einer auf und sieht sich um. Doch weil er nicht gleich etwas erkennen kann, verliert er sofort das Interesse, schüttelt sich wie ein Hund und schläft wieder ein.


Andere wachen auf, sehen sich um und bekommen Angst. Sie finden keine Orientierung in der Dunkelheit, fühlen sich einsam und verlassen und gehen lieber zurück in die Bewusstlosigkeit des Tiefschlafs.


Und dann gibt es Menschen, die aufwachen und sich daran erinnern, dass es eine Weile dauert, bis die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben und erste Konturen sichtbar werden. Sie bleiben wach und warten geduldig, bis das Unsichtbare Gestalt annimmt.


Und tatsächlich können sie auf einmal ein Leuchten am Himmel erkennen. Das Licht eines Sterns erreicht ihre Augen und erhellt einen Weg durch die Dunkelheit. Sie stehen auf und folgen diesem Stern voller Vertrauen.



♦ ♦ ♦



Als ich erwachte, wusste ich sofort, dass dieser Traum mehr war als eine nächtliche Fantasie.



Eine Botschaft in Zeiten der Corona-Krise


Diesen Traum hatte ich im Jahr 2022, dem Höhepunkt der Corona-Zeit mit 2G-Regeln, Maskenpflicht, Ausgangssperre und Kontaktverbot.


Rückblickend würde ich diese drei Corona-Jahre als die dunkelste Zeit meines Lebens bezeichnen.

Sie waren eine Zäsur.


Es gab noch andere Zäsuren in meinem Leben - das Ende meiner Schulzeit, das Scheitern meiner Ehe und den Zerbruch meiner Familie, sowie einige Jahre später den Auszug meiner Kinder zu ihrem Vater.


Damals stand ich praktisch auf der Straße mit nichts als ein paar Möbeln und meinem Hund. Keine Wohnung, kein Job, kein Geld.


Und doch erscheint mir all das heute nur wie ein Kratzer im Vergleich zum Corona-Trauma. Es ist, als gäbe es eine Zeit vor und eine Zeit nach Corona, als hätte mit dieser Erfahrung eine neue Zeitrechnung begonnen.


Dennoch kann ich inzwischen auch hier jetzt das Gute im Schlechten sehen, das Geschenk in der Krise, den Stern in der Finsternis.


Ich bin aus einem jahrzehntelangen Schlaf erwacht – dem großen Schlaf der Unbewusstheit, der Illusion, der Unwissenheit und der Angst.


Alles, was ich brauche, ist Vertrauen – und das Licht, die Wahrheit und der Weg werden sich mir offenbaren.


All dies beinhaltet dieser Traum in wenigen Bildern.



Der Stern von Bethlehem als Symbol der Hoffnung


Beim Aufwachen war meine erste Assoziation der Stern von Bethlehem. An den Heiligen drei Königen fällt mir besonders ihre unterschiedliche Herkunft auf hinsichtlich Rasse, Kultur und Religion.


Angesichts der gegenwärtigen Weltlage und den Kriegen zwischen den Völkern wird der Stern von Bethlehem für mich zum Symbol der Hoffnung für die ganze Menschheit.



Erkenne das Licht in der Dunkelheit


Es herrscht Dunkelheit auf der Erde und in den Menschen. Doch wer nicht wegsieht und mit Geduld und Vertrauen wartet, wird irgendwann dieses Licht erblicken.


Es symbolisiert nichts anderes als das göttliche Licht in mir, das Licht meiner Seele, meines Höheren Selbst. Wenn ich diesem Licht folge, wird es mich in die Erlösung und Befreiung führen.


Bei genauem Hinsehen kann ich erkennen, dass der "Stern" bereits in der Finsternis verborgen ist. Er war die ganze Zeit da.

 
 
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